EHEC Darminfektion

Tödliche Gefahr von EHEC gebannt!

 

15.11.2011 – Etwa ein halbes Jahr ist es her, als sich rund 3400 Menschen in Deutschland mit EHEC infizierten und 55 Menschen an den Folgen der Krankheit starben. Mediziner wussten wenig weiter und verwendeten das, vom US-amerikanischen Biopharma-Konzern „Alexion“, entwickelte Medikament „Soliris“. Jedoch war man über dieses verabreichte Mittel, mit dem enthaltenen Antikörper „Eculizumab“, vorerst skeptisch, da es im Vorfeld des EHEC-Ausbruches in Deutschland, als „Placebo“ galt. Doch nach dem erfolgreichen Bestehen des Medikaments im Umgang mit den Patienten und einer geführten Studie, wurde jetzt nachgewiesen, dass die Antikörper-Therapie mit „Eculizumab“ sehr erfolgreich ist und die Sterberate bei Erkrankten auf null Prozent reduziert wird. Tödlichen Verlauf konnte die Erkrankung von EHEC nehmen, wenn die Patienten zusätzlich an einem weiteren Stadium der Krankheit litten, dem sogenannten Hämolytisch-Urämischen Syndrom, kurz HUS. Dabei kam es zum Teil zur Zerstörung von roten Blutkörperchen, schweren Schädigungen der Nieren, epileptischen Anfällen oder Koma-Zuständen. „Eculizumab“ schafft es nun das gefährliche „Shiga-Toxin“ des HUS zu stoppen und die Sterblichkeitsrate dadurch von etwa vier auf null Prozent zu senken. Der Direktor der UKE-Klinik für Neurologie(Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf), Professor Christian Gerloff, sprach von einem „sensationellem Erfolg“. In der Klinik wurden zur Zeit der EHEC-Erkrankungen über 200 EHEC-Patienten behandelt.

 



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